Grabsteine

Die Grabkultur stand am Beginn der Menschheitsentwicklung. Schon in grauer Vorzeit kennzeichneten die Menschen etwa mit einem Stein den Ort, an dem sie einen Toten bestattet hatten. Neben der Kennzeichnung des Ortes ist es bis heute Aufgabe des Grabmales, bildhaft oder in Schriftzeichen eine Aussage in Form eines Bildes oder Symbols über den Verstorbenen oder die Verstorbene zu machen. Ein individuell gestaltetes und handwerklich gefertigtes Grabmal dient als Ort des Gedenkens und der stillen Verbundenheit – über den Tod hinaus. Für viele Menschen auch heute noch eine wichtige Brückenfunktion.

Die folgende Auswahl von Grabsteinen gibt einen Einblick in die Vielfalt der gestalterischen Möglichkeiten. Ein wiederkehrendes Thema unter den Grabsteinen ist der LEBENSBAUM: Der Baum nimmt in der Welt der Symbole eine herausragende Stellung ein. Er verbindet naturhaft oben und unten, die lichtvolle Region seiner Äste und Blätter mit dem Dunkel des Erdreichs. Werden, Sein und Vergehen sind die Zyklen, die der Baum im Laufe eines Jahres durchmisst. Dieser grundlegende Dreier-Rhythmus ist auch dem menschlichen Leben eigen.